• matt studer

Die letzten Tage eines Angeklagten: Schuld als psychologisch-existenzielle Kategorie


So gibt es nun keine Verdammnis für die, die in Christus Jesus sind. (Römer 8,1)



Dieser Artikel kann als Nachwort oder Begleitwort meiner letzten beiden Posts zu Scham und Schuld gelesen werden. Zu diesem Zweck habe ich mich in das sehr spannende, wenn auch schon fast 40 Jahre alte Buch von S. Bruce Narramore, No Condemnation: Rethinking Guilt Motivation in Counseling, Preaching, & Parenting vertieft (doch wenn's gut ist spielt das Alter weniger eine Rolle - Stichwort Single Malt!). Ich glaube, das Buch ist in mancherlei Hinsicht noch genauso relevant wie damals.


Jesu paradoxer Umgang mit Schuld

Jesus hat Schuld nicht aufgedeckt und verurteilt, sondern zugedeckt und vergeben. So wie bei der Frau, die beim Ehebruch ertappt wurde. 'Auch ich verurteile dich nicht. Geh und sündige von jetzt an nicht mehr!' (Joh 8,11) Also sollten wir andere Menschen auch nicht verurteilen und vielleicht auch gar nicht zu sehr von Schuld sprechen, sondern sie vor allem bedingungslos annehmen und lieben. So lautet ein Narrativ, das ich heute immer wieder mal höre. Dabei sollten wir jedoch nicht übersehen, dass aus dem Mund Jesu auch Sätze dieser Art kamen:

Weh euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler! Ihr seid wie getünchte Gräber, die von außen schön aussehen, innen aber voll sind von Knochen der Toten und aller Unreinheit.' (Mt 23,27)

Jesus nahm zum Teil kein Blatt vor den Mund und 'beschuldigte' andere Menschen ihrer Sünde und Heuchelei. Bruce Narramore glaubt, dass der Schlüssel zum Verständnis der paradoxen Umgangsweise Jesu mit Schuld darin zu suchen ist, dass er 'jeder Person das gab, was sie brauchte.' 'Denen, die ihre Schuld verbergen wollte, äusserte Jesus Worte des Gerichts und der Verurteilung.' Er wollte ihr Bewusstsein aufrütteln, so dass sie ihre Schuld einsähen und zum ihm bringen würden (siehe auch Jeremia 2,35). 'Denen aber, die ihre Schuld einsahen, sprach er Vergebung zu.' (S. 46)


Die Moral dieser Geschichte? Bitte nicht, dass wir anderen ihre Fehler vorwerfen und sie bei jeder Möglichkeit an den Pranger stellen sollen. Vielmehr, dass wir die Kategorie Schuld in unserer theologischen und pastoralen Reflexion unbedingt nicht ausblenden sollen. Sie ist zu sehr ein Teil unseres Menschseins jenseits von Eden geworden, dass wir sie vernachlässigen könnten.


Schuld ist psychologisch verpönt, oder warum Schuld bei uns in die Schamecke musste

Was ist das Grundproblem der menschlichen Psyche, oder die Ursache vieler seelischen Probleme, für die man dann einen Therapeuten aufsucht? Eine beliebte Antwort ist: Die Angst (oder Anxietät). [1] In der psychodynamischen und phänomenologischen Therapie geht man davon aus, dass der menschliche Organismus auf äussere Bedrohung oder unbequeme Situationen mit gewissen Abwehrmechanismen reagiert, um die negativen Gefühle der Angst zu unterdrücken und auszublenden. [2] Narramore formuliert:

Sowohl psychoanalytische als auch phänomenologisch orientierte Theoretiker sehen diese Abwehrmechanismen als die entscheidende Ursache in der Bildung von Neurosen. (S. 50, meine Übersetzung)

Weiter ging man davon aus, dass es die Angst vor Bestrafung oder Ablehnung ist, die im Aufwachsen des Kindes eine wichtige Rolle spielt. Das Kind unterdrückt seine eigenen inneren Impulse (die dabei meistens als moralisch neutral gesehen werden), weil es Angst hat, dass seine Eltern es bestrafen oder ablehnen würden. Dabei spielt nicht nur die Angst vor einer möglichen Bestrafung eine Rolle. Das Kind wurde ja wahrscheinlich auch bestraft und abgelehnt. Eine harsche und unbarmherzige Behandlung kann beim Kind Schuldgefühle auslösen. Über die Zeit internalisiert das Kind diesen Prozess und macht die Beurteilung der Eltern und anderer wichtigen Personen zu seiner eigenen. Es entwickelt Schuldgefühle. 'Die früher externe Bedrohung, abgelehnt und bestraft zu werden, wird so in der Persönlichkeit des Kindes - als Teil seines Gewissens - eingebaut.' (S. 51) In diesem Modell werden Schuldgefühle zu einer Unterkategorie von Angst.


Nun ist Angst auch in der Bibel ein prominenter Player. 'Ich habe dich im Garten kommen hören; da geriet ich in Furcht, weil ich nackt bin, und versteckte mich.' (Gen 3,10) Paulus versicherte den Christen in Rom, dass der Geist sie nicht wieder zu Sklaven macht, so dass sie sich immer noch fürchten müssten: 'Sondern ihr habt den Geist empfangen, der euch zu Söhnen macht, den Geist, in dem wir rufen: Abba, Vater!' (Römer 8,15) Worin sich die Bibel von der modernen Psychologie unterscheidet ist, dass sie Schuld ganz anders attribuiert - nicht primär als Subtypus von einer Angst vor Bestrafung und Ablehnung:

Eine Person erlebt Angst und Schuld nicht nur, weil ihr Umfeld sie schuldig fühlen lässt, sondern weil sie tatsächlich schuldig ist. (S. 54)

In anderen Worten, Schuld ist in der Bibel immer auch eine moralische Kategorie: Ich bin schuldig (und fühle mich manchmal, aber nicht immer schuldig), weil ich gesündigt habe.


Doch die therapeutische Kultur unserer Zeit will von einer Moral dieser Art nichts wissen. Lieber spricht sie von pathologischen oder neurotischen Komplikationen, die therapiert und geheilt werden können, aber nicht von Schuld (und daraus resultierenden Gefühlen), die man selbstverschuldet hat. Der einzelne Mensch wird zum Opfer, das die destruktive Behandlung anderer (u. a.) via seine Schuldgefühle ausbaden muss. Selbstverschuldete Anteile sind kein Thema. Narramore suggeriert:

Wenn Schuld lediglich ein Prozess unserer Sozialisation und nur eine Subkategorie von Angst ist, bleiben wir mit der Annahme zurück, dass die menschliche Natur letztlich intrinisch amoralisch ist. (S. 73)

Demgegenüber schlägt er vor, dass wir die Dimensionen der Schuld im therapeutischen Setting heute nicht ausblenden sollten. Es könnte nämlich sein, dass 'viele Menschen die subjektiven Elemente von Schuld auch heute erleben, nur ohne dies zu realisieren.' Nur, 'indem wir das Problem verschleiert und umbenennt haben, sind wir vielleicht weiter von der wirklichen Lösung entfernt.' (S. 36) [3]


Schuld ist nicht dasselbe wie Angst

Schuld muss nicht zwingend als Subkategorie von Angst verstanden werden. Narramore stellt fest, dass 'Schuldgefühle jeweils in Bezug auf eine innere Inkonsistent oder Dualität' erlebt werden. (S. 67) Und Thomas Oden fügt an:

Schuld ist das Bewusstsein, dass das, was ich getan habe, nicht mit dem Bild übereinstimmt, das ich von mir selbst habe. (T. Oden, The Structure of Awareness, zitiert in Narramore, S. 67; frei übersetzt)

Angst oder Besorgnis kann durch dieses Bewusstsein getriggert werden, muss aber nicht. Angst wird vor allem dann erlebt, wenn irgendeine Gefahr 'von aussen', durch das eigene Umfeld verursacht, droht (z. B., dass andere uns ablehnen und bestrafen könnten). [4] Narramore beschreibt es so: 'Ob physisch oder emotional, diese 'Gefahren' lösen Angst in uns aus, was uns zu bestimmten Formen der psychologischen Verteidigung motiviert.' Er sagt sogar, dass 'Angst typischerweise dann entsteht, wenn andere gegen uns sündigen.' (S. 69) Zum Beispiel hier:

Das Kind bekommt es mit, wenn die Eltern zu angespannt, ängstlich, distanziert oder wütend sind und erlebt dabei ein Gefühl des Unbehagens. Anders gesagt, wenn dem Kind die liebende, ausgeglichene, nahbare und sichere Beziehung zu seinen Eltern, die es so dringend nötig hat, vorbehalten bleibt, reagiert es mit 'Angst'. (S. 74)

Der andere Anteil dagegen ist 'intrinsisch, Teil der Persönlichkeit.' Selbst wenn die Mutter ihre Rolle vorbildlich wahrnimmt, kann das Kind innerlich aufgeregt werden. 'Vielleicht will das Kind essen, obwohl es gerade keine Nahrung braucht. Wenn das Kind in diesem Moment nicht bekommt, was es will (im Gegensatz zu dem, was es tatsächlich braucht), entsteht eine innere Diskrepanz und Unruhe, Frustration und Wut.' Und dies führt gemäss Narramore zu einem 'ur-mässigen Vorläufer von Schuldgefühl'. (S. 74)


Der Mensch ist ein intrinsisch moralisches Wesen

Um diese intrinsische Dynamik besser zu verstehen, müssen wir sehen, dass die Bibel den Menschen essentiell als moralisches Wesen sieht (siehe Römer 2,15). Die Bibel geht sogar soweit zu sagen, dass wir 'in Schuld geboren sind, dass unsere Mutter uns in Sünde empfangen hat (Ps 51,5; siehe auch Röm 5,19). Die psychologische Auffassung, dass der Mensch Schuld lediglich 'von aussen' internalisiert, wird der Tatsache nicht gerecht, dass Schuldgefühle bei verschiedenen Kindern gleicher Eltern variieren können, oder dass die Selbstverdammung gewisser Menschen in keinem Verhältnis zur tatsächlich erfahrenen Strafe mehr steht.


Narramore liest den Sündenfall so, dass die ersten Menschen in ihrem Versuch 'wie Gott sein zu wollen (Gen 3,5), ihre moralische Kapazität autonom von Gott, losgelöst von der Beziehung zu ihm auszuüben begannen. 'Adam und Evas Rebellion war ein fundamental anti-relationaler Akt. Sie verleugneten, dass sie letztendlich von Gott abhängig waren.' (S. 110)

Seit dem Fall wurde unser (moralisches) Selbstbewusstsein von unserem Bewusstsein von Gott getrennt. Es wurde zu einem Bewusstsein des Selbst, mit dem primären Fokus auf die eigene Identität, anstelle unserer Identität in der Beziehung zu Gott. (S. 203)

Dieser Shift implizierte, dass wir (beginnend im Kindesalter) unsere Standards von richtig und falsch selber setzen und 'dass wir unsere 'Sünden' [den eigenen Standards nicht zu genügen] durch selbstauferlegte seelische Strafen selber sühnen'. (S. 204) [5] Natürlich sind unsere Standards ein Mix aus unseren eigenen Vorstellungen darüber, wer und wie wir sein wollen oder sollen und den übernommenen, internalisierten Standards unserer Eltern. Narramore beschreibt, wie unrealistisch diese selbstgesetzten Standards (selbst des Kindes) oftmals sind. 'Das Kind ist nicht länger das Opfer der unrealistischen Ideale anderer Menschen. Seine angeborene Tendenz, sein Leben selbst zu bestimmen hat sich verfestigt und konkrete Formen angenommen ... Es verspürt den starken Wunsch jemand anderes (besseres) zu sein, als es momentan ist. Darum ist es sogar gewillt, sich selbst Schuldgefühle aufzuerlegen, um das falsche Bild von sich nicht aufgeben zu müssen.' (S. 235) Es geht hier um die Anbetung des Selbst. Wir bestimmen selbst, wer wir sein wollen. Aber seit dem leidigen Vorfall im Paradies wird der Mensch stets von der ungemütlichen Ahnung verfolgt, dass er nicht (mehr) das ist, was er eigentlich sein könnte. Autonom von Gott und seiner Identität in ihm sehnt sich der Mensch danach, so wie Gott zu sein (siehe Gen 3,5). Narramore fasst zusammen:

Wenn man Schuldgefühle in diesem Licht betrachtet fällt auf, dass sie zum Teil unserer eigenen inneren Stimme entsprechen, die uns verurteilt, weil wir unseren Gott-ähnlichen Standards nicht genügen können. (S. 236)

Die (therapeutische) Lösung und die Bibel?

Es ist spannend, dass die Bibel selten von (subjektiven) Schuldgefühlen spricht. Schuld wird meistens 'objektiv' als tatsächliches Vergehen gesehen: Unsere Abkehr von und Rebellion gegen Gott und in der Folge unser Versagen aneinander und an uns selbst. Gerade weil wir beharrlich versuchen gegen den Strich der Schöpfung zu leben (denn Gott hat uns ja zur Beziehung mit ihm geschaffen), werden wir Gott gegenüber schuldig. Und das ist letztlich auch der Grund, warum wir uns schuldig fühlen, selbst wenn 'die internalisierten Stimmen unserer Eltern zu dieser existenziellen Unruhe' beitragen. (S. 152) Wir spüren eben instinktiv, dass da etwas fehlt, dass wir unser Schöpfungspotenzial nicht ausloten, dass wir nicht ganz in die Schuhe hineinwachsen, die eigentlich für uns geplant wären und die noch im Regal stehen.


Wie reagiert der natürliche Mensch (ohne Gottes Geist) in seinem Dilemma? Entweder er versucht die Diskrepanz zwischen dem, was er ist und dem, was er sein soll (will) durch seine eigene Leistung wettzumachen. Dazu kann gehören, dass er seine Mängel bekennt in der Hoffnung, dass dies seine Schuldgefühle beschwichtigt (Quizfrage: bekennen wir Christen unsere Sünden, weil es uns dann seelisch besser geht, oder weil es uns leid und wehtut, dass wir gegen Gott gesündigt haben?). Oder dann sucht nach irgendeiner Form sich selbst zu bestrafen, damit sein Gewissen erleichtert wird. Der natürliche Mensch lebt in seiner eigenen lieber-ohne-Gott-Story, in der das menschliche Gewissen die Rolle des Richters übernimmt. [6] Narramore beschreibt:

Seit dem Sündenfall fungiert das Gewissen als internes Gesetz mit seinem eigenen Gerichtssaal, seinen eigenen strafrechtlichen Prozessen, seinen Anwälten und seinem Richter und seinen Strafen. Als autonome Individuen wählen wir die Standards, nach denen wir uns bewerten, selber aus und bringen uns in der Folge selber 'vor Gericht', bewerten und bestrafen uns. (S. 220)

Wie reagiert der christliche Mensch (mit Geist Gottes intus) gemäss seiner neuen Natur? Was macht er mit seinen Schuldgefühlen? Anders gefragt, sind Schuldgefühle christlich? Manchmal bekommen wir dieses Bild: Ein wahrer Christ fühlt sich schuldig und sündig, sonst ist er kein wahrer Christ! Denn erkennt ja seine Sünden, nicht so wie der Nichtchrist nebenan. Ich glaube, es kommt ganz darauf an. Wer sich schuldig und schlecht fühlt aber sich dabei nur um sich selbst dreht, ist nicht wirklich christlich, sondern neurotisch! Er denkt nur an sich selbst und nicht an Gott! Der Christ aber denkt an Gott. Edward Stein sagte es einst treffend:

Was ich wahre Schuld nenne, kümmert sich um die persönliche Beziehung zu Gott, die zerbrochen ist, die Liebe, die verletzt wurde ... Neurotische Schuld aber bemüht sich mehr um Bestrafung als um die Versöhnung mit dem anderen. (Zitiert in Narramore, S. 161, meine freie Übersetzung)

Damit sagt der Betreffende im Endeffekt zu Jesus: 'Dein Tod und deine Vergebung sind nicht ausreichend für mich. Ich muss selber dafür bezahlen, indem ich mich selbst strafe.' (S. 147) Die Bibel sagt etwas ganz anderes:

Denn wenn schon das Blut von Böcken und Stieren und die Asche von der Kuh durch Besprengung die Unreinen heiligt, sodass sie leiblich rein sind, um wie viel mehr wird dann das Blut Christi, der sich selbst als Opfer ohne Fehl durch den ewigen Geist Gott dargebracht hat, unser Gewissen reinigen von den toten Werken, zu dienen dem lebendigen Gott! (Heb 9,11-13)

Als Christen empfangen wir die schier unglaubliche Gnade, dass wir trotz unserer Schuld (und mit unseren Schuldgefühlen, die zu den toten Werken unseres Gewissens gehören) vor den Gnadenthron Gottes kommen dürfen. Wir müssen uns nicht zuerst beweisen und auch nicht uns selbst bestrafen. Denn wer könnte je von sich sagen: 'Ich habe mein Herz geläutert und bin rein von meiner Sünde?' (Sprüche 20,9) Die Antwort schwingt mit: Niemand! Bei Jesus aber dürfen wir alle Wege der Selbsterlösung (wozu das sich selbst Bestrafen gehört) niederlegen, weil wir wissen, dass er uns reinigt und läutert. Narramore fasst es so zusammen:

Wir erleben nun eine innere Wiedervereinigung, weil wir unsere Unfähigkeit anerkennen, den Graben zwischen dem was wir sind und dem was wir sein sollten selbst zu schliessen und dies Jesus überlassen ... Sein erlösendes Werk wird nun zum Fokus unserer inneren Wiederherstellung und erlaubt uns, unsere unrealistischen Ziele, unsere selbsterlösenden Bestrebungen um unserem eigenen Richter zu gefallen und unsere Selbstbestrafung durch Schuldgefühle aufzugeben. (S. 224)

Was heisst das anderes, als dass wir täglich eine Dosis 'Rechtfertigungslehre' brauchen - nicht nur mental, sondern so existenziell, so dass unser Gewissen dabei zur Ruhe kommt.

Wer will die Auserwählten Gottes beschuldigen? Gott ist hier, der gerecht macht. 34 Wer will verdammen? Christus Jesus ist hier, der gestorben ist, ja mehr noch, der auch auferweckt ist, der zur Rechten Gottes ist und für uns eintritt. (Röm 8,33-34)


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[1] Im Englischen gibt es dafür das viel bessere Wort anxiety, das man nicht nur mit Angst, sondern auch mit Besorgnis, Beklemmung oder Beunruhigung übersetzt.

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[2] Ich bin mir absolut bewusst, dass es neben der psychodynamischen Schule, die auf Sigmund Freud zurückgeht, oder der humanistischen Psychologie von Carl Rogers und Abraham Maslow noch viele weitere 'Schulen' mit jeweils unterschiedlichen Ansätzen gibt, die hier nicht zur Sprache kommen. Für einen Psychologen, der meinen Artikel liest, wird dies alles hoffnungslos oberflächlich sein. Für alle anderen mag es vielleicht nicht das ganze Bild wiedergeben, so doch zumindest einen kleinen Ausschnitt davon.

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[3] Narramore benennt andere psychologische Therapien seiner Zeit, die bewusst mit der Kategorie Schuld und Gewissen arbeiten: z. B. Fromm, Mowrer oder Glasser.

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[4] Dabei muss eingeräumt werden, dass Freud hier eine etwas andere Position einnahm. Anstatt, dass das Kind Schuldgefühle nur internalisiert, sind es für Freud die Kräfte im Inneren des Kindes, die eine wichtige Rolle spielen. Ausserdem machte Freud auch darauf aufmerksam, dass Schuldgefühle häufig nicht an der Oberfläche des seelischen Bewusstseins, sondern stark im Unterbewussten 'herumlungern', was es so schwierig macht, sie zu verstehen und zu behandeln.

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[5] Ich habe diese Dynamik in dem schon eingangs erwähnten Artikel biblisch genauer besprochen.

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[6] Es soll hier nur kurz erwähnt sein, dass das menschliche Gewissen in der Bibel recht viele Seiten hat und nicht so einfach zu fassen ist. Es kann jedoch klar gesagt werden, dass das Gewissen auch als 'innerer Richter' operiert.

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